Mutig für Europa!

Der 40. Bundeskongress der Grünen stand ganz im Zeichen der bevorstehenden Europawahl und der globalen Klimakrise: Spitzenkandidat Werner Kogler wird „diese Wahl zur Klimawahl machen.“

Spätestens nach den Hitzewellen und Wetterkapriolen der letzten Jahre dürfte klar sein: Der Klimawandel ist real und menschenverursacht.

Auch in Österreich sind die Auswirklungen inzwischen deutlich zu spüren: Dürre, Überschwemmungen und Hitzetote sind längst hierzulande angekommen. Und dennoch verkennen viele Politiker_innen das Problem und setzen bewusst Maßnahmen, die dem Klima weiter schaden. Gerade das Europäische Parlament spielt hier eine entscheidende Rolle:

Es braucht starke Grüne in Europa!

Rechtspopulist_innen und Klimawandel-Leugner_innen sind auf dem Vormarsch. Sie sägen nicht nur an den Fundamenten der Europäischen Union, sondern setzten mit ihrer ignoranten Kohle- und Autolobby-Politik das Schicksal einer gesamten Generation aufs Spiel.

Es braucht daher eine starke grüne Stimme im Europaparlament. Werner Kogler wird die österreichischen Grünen in die Wahl führen und rief sie auf dem Bundekongress zur Klimawahl aus.

In seiner knapp einstündigen und gewohnt kämpferischen Rede erinnerte er, dass Maßnahmen für den Klimaschutz zwar teuer seien, aber kein Klimaschutz noch teurer sei und unabsehbare Folgen für den gesamten Planeten nach sich ziehe.

Bundeskanzler Kurz möge lieber die CO2-Route schließen, forderte Kogler und mahnte, dass wir die letzte Generation seien, die etwas gegen die Klimakrise tun können.

„Wir alle wollen eine nachhaltige Landwirtschaft!“

Die prominente Quereinsteigerin Sarah Wiener, die sich schon seit knapp zwei Jahrzehnten intensiv mit grüner Politik – vor allem im Bereich Ernährung, Tierschutz und Agrarwirtschaft auseinandersetzt –  wurde auf den zweiten Listenplatz gewählt:

„Wir alle wollen eine giftfreie, nachhaltige Landwirtschaft und eine natürliche Lebensweise“, sagte Wiener und rief in Erinnerung, dass Ernährungsqualität bereits beim Samenkorn beginne. Im Europaparlament wird sie sich auch für den Tierschutz einsetzen und forderte ein Ende der Massentierhaltung.

Ein Europa des Friedens und der Abrüstung

Kämpferisch gab sich auch Monika Vana, die Wiener Abgeordnete zum Europaparlament, die auf Platz drei kandierte und gewählt wurde: „Das gemeinsame Europa wurde von Visionären aufgebaut und wird von Rechtspopulisten zunichtegemacht.“

Die EU ist Friedensnobelpreisträgerin und müsse für ein offenes Europa des Friedens und der Abrüstung einstehen, in dem Grund- und Freiheitsrechte gewahrt bleiben.

Vana forderte auch die Schaffung einer Sozialunion, in der Umverteilung möglich wird.

Der EU-Biobauer und Imker Tom Waitz thematisierte hingegen die Profitinteressen großer und multinationaler Konzerne, die mit Lobbyismus versuchen, Mehrheiten zu lukrieren. Die Grünen sind die einzigen, die sich diesen Machenschaften entgegenstellen.

Olga Voglauer, ebenfalls Biobäuerin, aus Kärnten und der Jurist Thomas Schobesberger, Bezirksrat in Meidling, vervollständigen die Liste auf den Plätzen 5 und 6.

Freiheit, Demokratie, Menschenrechte

Die Wahl zum Europaparlament findet am 26. Mai statt. Populist_innen und Demagog_innen werden – auch in Österreich – versuchen, die europäischen Werte wie Freiheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte Schritt für Schritt auszuhöhlen.

Die Grünen werden eine Gegenbewegung zu diesen Tendenzen darstellen.

„Wir haben kein Geld, wir haben weniger Mitarbeiter, aber wir haben Herzblut und Überzeugung“, gab sich Werner Kogler zuversichtlich.

Dieser Artikel erschien in leicht abgeänderter Form auch auf josefstadt.gruene.at.

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