Wenn aus Hass Hilfe wird

Politik und Zivilgesellschaft haben die gemeinsame Aufgabe gegen jede Form von Extremismus vorzugehen, dazu gehört auch der Rechtsextremismus, der in Österreich in immer deutlicherem Ausmaß auftritt. Demonstrationen einer derart gewaltbereit agierenden Gruppierung, wie jener der sogenannten „Identitären“, haben auf Wiens Straßen nichts verloren. Die gezielte Verbreitung von Wut – insbesondere gegen Minderheiten – und die Schaffung von Angst und Schrecken ist keine Form der legitimen Meinungsäußerung. Wer ankündigt, die Zentrale einer demokratisch gewählten und etablierten Partei „wütend aufzusuchen“, da diese angeblich „Blut an den Händen“ hätte, agiert wider die Verfassung.

Nachdem die Polizei die für heute vor der Parteizentrale der Wiener Grünen angekündigte Kundgebung der „Identitären“ untersagt hatte und diese nun auf den Christian-Broda-Platz ausweichen muss, gaben die Grünen bekannt, für jeden Teilnehmer der rechtsextremen Demonstration 10 Euro an die Flüchtlingshilfe der Caritas zu spenden.

Auch wenn die Rechtsextremen nun nicht vor der Parteizentrale der Grünen aufmarschieren, ist es wichtig sich klar und deutlich gegen nationalistischen Hass und rassistische Hetze zu äußern.

Mit der Bekanntgabe dieser Spendenaktion trägt die rechtsextreme Gruppierung der „Identitären“ ungewollt zur Unterstützung von Flüchtlingen in Österreich bei.

Aus dem hetzerisch propagierten Gegeneinander wird ein Füreinander. Aus einer niederträchtigen Demo gegen Menschen wird eine wertvolle Spende für Menschen. 

Kurzum: Aus Hass wird Hilfe. Und das ist gut so.

 

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